Pflegetipps

Pflanzanleitung

  1. Graben Sie ein Pflanzloch, das etwa doppelt so groß ist wie die Pflanze, die an dieser Stelle eingesetzt werden soll;
  2. Graben Sie das Pflanzloch nicht zu tief (in der Regel ca. 10–15 cm) und lockern Sie den Boden des Pflanzlochs gut auf;
  3. Setzen Sie die Pflanze in das Pflanzloch. Die Wurzeln können waagerecht im Pflanzloch liegen; die Augen müssen nach oben zeigen (!). Drücken Sie die Pflanze leicht an; sie sollte so tief liegen, dass die obersten Augen 2–5 cm unter der Erdoberfläche sind (also etwa „zwei Finger breit“ tief);
  4. Füllen Sie das Pflanzloch wieder auf und stecken Sie an dieser Stelle ein Stäbchen in die Erde – so werden Sie bis zum Austrieb im Februar/März daran erinnert, keine anderen Pflanzen zu nah daneben zu setzen.

Pfingstrosen-Stecklinge pflanzen

Der Oktober ist der beste Monat zum Pflanzen von Pfingstrosen. Bei uns werden Pfingstrosen nur in der frühen natürlichen Ruhephase gerodet und aufbereitet: von Mitte September bis Mitte November. Dadurch wird der Pflanzrhythmus nicht gestört und die Qualität der Pflanzen bleibt auf dem höchstmöglichen Niveau.

Diese Jahreszeit eignet sich auch gut, um Pfingstrosen (wieder) zu pflanzen: In dieser Zeit bilden die Pflanzen mit der letzten Restwärme im Boden neue Feinwurzeln. Das hilft ihnen, am neuen Standort gut anzuwachsen. So ist die Chance auf eine Blüte im ersten Jahr am größten, weil die Pflanzen optimal einwurzeln können.

Unsere Pflanzen werden meist in der ersten Oktoberhälfte versendet. Nach Erhalt ist es am besten, so schnell wie möglich zu pflanzen.

Standort der Pfingstrose

Das Allerwichtigste ist ein gut durchlässiger Boden. Pfingstrosen vertragen „nasse Füße“ sehr schlecht. Stehen Pfingstrosen zu feucht, kann das Wurzelfäule verursachen – daran können die Pflanzen sogar absterben. Wenn Ihr Garten eher nass ist, empfiehlt es sich, die Pfingstrose auf einen kleinen Erdwall bzw. in ein leicht erhöhtes Beet zu pflanzen; das heißt, den Boden an dieser Stelle etwas anzuheben, damit das Wasser gut ablaufen kann.

Pflanzen Sie möglichst an einen Standort, der nicht zu windstill und geschützt ist. Ein zu geschützter Platz kann in nassen Jahren Pilzkrankheiten wie Botrytis begünstigen. Eine ausreichende Luftzirkulation ist deshalb wichtig.

Pfingstrosen benötigen außerdem ausreichend Sonnenlicht. Volle Sonne den ganzen Tag ist ideal, Halbschatten ist gegebenenfalls auch möglich. Stehen die Pflanzen zu dunkel, wachsen sie lang und dünn und blühen nicht.

Vermeiden Sie es, zu dicht an große Sträucher oder Bäume zu pflanzen, da Pfingstrosen dann in eine unfaire Konkurrenz geraten. Vor allem flach wurzelnde Bäume und Sträucher „stehlen“ den Pfingstrosen fast das gesamte Wasser und die Nährstoffe.

Pflanzen Sie außerdem niemals an eine Stelle, an der zuvor schon Pfingstrosen standen. Pfingstrosen geben unter anderem bestimmte Stoffe an den Boden ab, sodass eine neue Pflanze am gleichen Platz oft schlecht anwächst. Zudem ist das Risiko für schädliche Bodenorganismen wie Pilzkrankheiten und Wurzelnematoden an solchen Standorten erhöht. Fachleute sagen auch, der Boden sei an dieser alten Stelle „müde“.

Pflanzabstand zwischen den Pfingstrosen

Nach der ersten Vegetationsperiode können Pfingstrosen stark an Umfang zunehmen. Achten Sie deshalb darauf, dass jede Pflanze etwa 0,75 bis 1 m² Platz zur Verfügung hat. Bei Gruppenpflanzungen empfiehlt sich ein Pflanzabstand von mindestens 80 cm zwischen den Pflanzen.

Geben Sie Pfingstrosen ausreichend Raum. Wir beraten Sie gerne zu Themen wie der Anzahl der Pflanzen in Ihrer Rabatte, der Sortenwahl, der Anordnung der Sorten und mehr. Schreiben Sie uns einfach eine Nachricht, wenn Sie eine schöne Pfingstrosenrabatte anlegen möchten – es wäre uns eine Freude, Ihnen zu helfen.

Pflanztiefe der Pfingstrose

Die Pflanztiefe ist von großer Bedeutung. Die obersten Augen (meist die „Blütenaugen“) müssen knapp unter der Erdoberfläche liegen. Werden sie zu tief gesetzt, bildet die Pflanze im günstigsten Fall nur Blätter.

Wie alle Pflanzen wollen Pfingstrosen überleben. Ist eine Pfingstrose zu tief gepflanzt, versucht sie, weiter oben neue Triebe zu bilden, um sozusagen eine „neue Pflanze“ in der richtigen Tiefe zu entwickeln, damit sie blühen kann. Dieser Prozess dauert jedoch mehrere Jahre – oft viel zu lange, wenn man die Pflanze mit hohen Erwartungen gekauft hat.

Im ungünstigsten Fall erscheint bei zu tief gepflanzten Pfingstrosen überhaupt kein oberirdischer Austrieb. Außerdem bleibt es tiefer im Boden häufig zu lange nass, sodass die Pflanzen faulen können.

Bodenarten

Pfingstrosen gedeihen grundsätzlich auf allen Bodenarten. Generell gilt: Je schwerer der Boden, desto langsamer ist das Anwachsen – das heißt, desto länger dauert es, bis sich die ersten Blüten entwickeln. Das ist jedoch keineswegs negativ; im Gegenteil: Langfristig kann ein fester Lehmboden oder eine schwere Ton-/Kleierde zum Beispiel ideal sein. Im Allgemeinen eignen sich Löss-/Sandlehmböden, Moor-/Torfböden sowie Ton- und Kleiböden sehr gut.

Böden mit einem pH-Wert von 6,5–7,5 sind ideal. Auf sauren Böden (pH unter 6,5) empfiehlt es sich, etwas Kalk ins Pflanzloch einzuarbeiten; außerdem können Sie jährlich etwas Kalk geben, um den pH-Wert anzuheben. Auf alkalischen („süßen“) Böden (pH über 7,5) ist es ratsam, Gartentorf oder anderes Material mit versauernden Eigenschaften einzuarbeiten.

Pfingstrosen können auch auf leichten Sandböden gut wachsen, benötigen dort jedoch mehr Aufmerksamkeit. Daher empfiehlt es sich, auf solchen Böden regelmäßig zu gießen und zu düngen. Noch besser ist es, den Boden am Pflanzstandort der Pfingstrose(n) zu verbessern. Eine gute Methode ist, ein Pflanzloch von ca. 50 cm Tiefe und etwa 40 × 40 cm Größe auszuheben. Bringen Sie unten im Loch eine ca. 25 cm dicke Schicht gut verrotteten Rindermist und/oder Knochenmehl ein und füllen Sie darüber die Ersatz-Erde ein. Ideal ist ein Gemisch aus Ton, Sand und Gartenerde im Verhältnis 60–20–20. Nur Ton ist auch möglich – rechnen Sie dann jedoch mit einer etwas längeren Entwicklungszeit bis zur ausgewachsenen Pflanze.

Töpfe

Am besten beginnt man mit einer Pfingstrose als wurzel­nackter Pflanze (Wurzelware) im Herbst. Eine wurzelnackte Pflanze, die im Frühjahr gekauft und dann mehrere Monate gelagert wurde, verliert immer etwas an Vitalität. Außerdem verpasst ein solcher Frühjahrskauf die entscheidende Wachstumsphase vor dem Winter, wodurch die Pflanze schlechter anwächst und Sie länger auf die Blüte warten müssen.

Pfingstrosen werden meist im Topf verkauft. Auch wenn Topfpflanzen optisch attraktiv sind, ist es immer besser, eine Pfingstrose als wurzelnackte Herbstware zu kaufen und in den Garten zu pflanzen. Pfingstrosen gelten manchmal als schwierig oder blühfaul, weil sie überwiegend im Topf angeboten werden. Das stimmt jedoch überhaupt nicht!

Pfingstrosen entwickeln im Topf ein ganz anderes Wurzelsystem als in der Natur im Freiland. Die Pflanze wird nicht „gezwungen“, zusätzliche Reserven in den Wurzeln aufzubauen, weil Wasser und Nährstoffe im Topf stets in unmittelbarer Nähe sind. Dadurch bildet eine Topf-Pfingstrose zu viele Feinwurzeln und hat nicht genügend Reserven gespeichert, um Blüten zu bilden.

Wenn Sie eine Pfingstrose in einer großen Topfgröße kaufen, ist es gut möglich, dass sie im ersten Jahr blüht – denn die Wurzeln wurden zuvor vom Gärtner im Freiland kultiviert, bevor die Pflanze eingetopft wurde. Wenn Sie diese Pflanze dann in Ihren Garten setzen, braucht sie mindestens ein Jahr, um wieder ein ausreichendes Wurzelsystem aufzubauen, damit sie erneut zuverlässig blühen kann.

Wenn Sie Pfingstrosen nicht in den Gartenboden pflanzen können, ist es eine gute Idee, sie in einem Topf auf Balkon oder Terrasse zu kultivieren. Verwenden Sie dafür unbedingt einen sehr großen Topf oder Kübel. Nutzen Sie eine eher schwere, aber gut luftige Erde, die nicht zu nass bleibt. Düngen Sie maßvoll, indem Sie etwas Kompost untermischen. Probieren Sie zunächst eine gängige Sorte, bevor Sie eine exklusive Rarität kaufen. Eine Pfingstrose mehrere Jahre lang im Topf blühend zu halten, ist nicht einfach – aber für echte Liebhaber ist das eine wunderbare Herausforderung!